Frauen- und Kinderschutzhaus

Das Frauen- und Kinderschutzhaus des Sozialdienstes kath. Frauen in Nordhorn besteht seit 1986; 1988 wurde es offiziell anerkannt. Es steht grundsätzlich jeder von körperlicher/ seelischer/ sexueller/ sozialer Gewalt bedrohten oder betroffenen Frau mit und ohne Kindern offen und bietet Schutz vor der weiteren Verfolgung durch den Misshandler. Aufnahme finden diese Frauen unabhängig von ihrer Konfession, Staatsangehörigkeit oder regionalen Herkunft.

Das Frauen- und Kinderschutzhaus ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unter der Telefonnr.: 0 59 21- 85 87 0 erreichbar.

Die Aufnahmekapazität umfasst sechs Frauen mit ihren Kindern. Seit 1986 haben über 1342 Frauen und mehr als 1421 Kinder im Frauen und Kinderschutzhaus Zuflucht gefunden.

Ziele
Ziele der Frauenhausarbeit sind:

Schutz der Frauen und Kinder vor Gewalt und vor der weiteren Verfolgung durch den Misshandler
Stärkung des Selbstwertgefühls der Frauen und Kinder durch Aufdeckung ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten zur eigenen Lebensgestaltung und zum selbstverantwortlichen Handeln
Gemeinsame Arbeit mit Frauen und Kindern, um die erlebte häusliche Gewalt und deren Folgen zu reflektieren
Bewusstmachung und Aufdeckung struktureller Gewalt gegenüber Frauen in der Gesellschaft und die Initiierung von Veränderungsprozessen

Arbeit mit den Frauenhausbewohnerinnen
Das Frauenhaus bietet den Frauen die Gelegenheit, sich in Ruhe und ohne ständige Bedrohung durch den Partner über ihr zukünftiges Leben klar zu werden. Die Beratung umfasst das Erstgespräch, Informationsgespräche und Gespräche über die psychosoziale Situation der Frau. Psychosoziale Beratung und Gruppenarbeit können von den Bewohnerinnen freiwillig in Anspruch genommen werden. Die Mitarbeiterinnen sind den Frauen bei der Analyse von Situationen sowie beim Erkennen und Planen der notwendigen Schritte mit unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten behilflich; die Frauen entscheiden und handeln selbst.

Arbeit mit den Kindern
Kinder in Frauenhäusern sind misshandelte Kinder. Formen von körperlicher und seelischer Misshandlung, die auch die Kinder selbst erlebt haben, sind u.a. Schläge, Vernachlässigungen, unmotivierte Bestrafungen, Schuldzuweisungen, sexuelle übergriffe und sexueller Missbrauch. Die Folgen dieser Misshandlungen äußern sich in Entwicklungsstörungen im physischen und psychischen Bereich.

Nachgehende Beratung
Nachgehende Beratung richtet sich als Angebot an alle Frauen und Kinder, die das Frauenhaus verlassen haben, unabhängig von ihrer neuen Lebenssituation. Sie kann in Form von telefonischer Beratung, persönlichen Gesprächen, Gruppentreffen und Hausbesuchen erfolgen. Die Kontaktaufnahme zur nachgehenden Beratung findet während des Frauenhausaufenthaltes statt. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Frauen in ihrem neuen Lebensbereich zu stabilisieren.

Ambulante Beratung
Ambulante Beratung richtet sich an Frauen, die nicht im Frauenhaus wohnen, jedoch den Wunsch haben, ihre Situation zu verändern. Im telefonischen oder persönlichen Gespräch hat die Frau die Gelegenheit, ihre Situation zu thematisieren. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, sich aus Misshandlungsbeziehungen zu lösen, um weitere Gewalttätigkeiten zu verhindern. Hierzu gehören Informationen zum Frauenhaus, über alternative Hilfsangebote, soziale Einrichtungen, rechtliche Schritte, ärztliche Versorgung etc.

Unter der Rufnummer 0 59 21/85 87 0 sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar.
Ansprechpartnerinnen:
Irma Rother
Maria Schmitz
Johanne Hessels

anonym • unbürokratisch • sicher

 

Frauen- und Kinderschutzhaus Kleiderlädchen Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) Babyklappe Betreuungsverein Ehrenamtliche Mitarbeit Schwangerschaftsberatung Kompass

Impressum
 
SkF Nordhorn e.V. • Bentheimer Straße 33 • 48529 Nordhorn • Telefon: 0 59 21/85 87-0 • Telefax: 0 59 21/85 87-90 • E-Mail: info@skf-nordhorn.de